Narkose und Angst - ein Thema

        Wir haben in unserer Praxis eine modernst ausgestattete Narkoseeinheit und somit die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit einem  erfahrenen Anästhesisten, eine Behandlung in Narkose anzubieten.

Die meisten Operationen und schmerzhaften Untersuchungen werden heutzutage unter Ausschaltung der Schmerzempfindung durch einen Anästhesisten (Narkosefacharzt) vorgenommen.  So kann auch bei zahnärztlichen Eingriffen eine Vollnarkose oder ein anderes spezielles Sedierungsverfahren angewendet werden.

Da besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen, oft eine "Zahnarztangst" besteht, ist ein entsprechendes Sedierungsverfahren, das alle mit dem Zahnarztbesuch zusammenhängenden unangenehmen Erlebnisse vergessen lässt, oft die Methode der Wahl. Zusätzlich erfolgt eine adäquate Schmerzausschaltung durch lokale Infiltrationsanästhesie, welche in einer kurzen intravenösen Vollnarkose durchgeführt wird.

Diese Kombination von lokaler Schmerzausschaltung, Sedierung und Kurznarkose wird als Sedoanalgesie bezeichnet.

Die oben erwähnte Technik wird vom Narkosefacharzt durchgeführt, und ist durch Verwendung geeigneter Überwachungsgeräte und modernster Pharmaka praktisch völlig frei von Nebenwirkungen.  Bei kleineren Kindern, bis etwa 5 Jahre (oder 15 kg), wird das Narkosemittel rektal, also durch den After, verabreicht, somit ist nicht einmal eine Injektion notwendig.  Größere Kinder erhalten zunächst ebenfalls rektal eine vorbereitende Medikation, anschließend werden die notwendigen Medikamente intravenös verabreicht.

Welche Technik, also Sedierungsverfahren oder Vollnarkose, bei Ihnen oder Ihrem Kind zur Anwendung kommt, hängt von dem geplanten Eingriff ab.  Alle diese Techniken können ambulant durchgeführt werden, das heißt Sie können (bzw. Ihr Kind) spätestens 2 Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen (aber bitte in Begleitung), ohne sich über etwaige Nachwirkungen Sorgen machen zu müssen.  Die Reaktionsfähigkeit  ist nach sämtlichen Narkoseverfahren beeinträchtigt, daher sollten Sie  über einen Zeitraum von 12 Stunden keine Kraftfahrzeuge lenken, nicht am Straßenverkehr teilnehmen und keine Tätigkeiten verrichten, die besondere Aufmerksamkeit erfordern; Für Kinder gilt, dass Sie sie nach einer Narkose für 12 Stunden nicht unbeaufsichtigt lassen sollen.

Grundsätzliche Voraussetzungen für ein Narkoseverfahren sind: bei Kindern unter 4 Jahren 4 Stunden Nüchternheit vor dem Eingriff, bei älteren Kindern und Erwachsenen 6 Stunden Nüchternheit; weiters sollte das Kind infektfrei sein, also nicht gerade an einer Erkältung oder Grippe erkrankt sein.

Um Ihnen maximale Sicherheit und Komfort zu gewährleisten  benötigen wir bei Erwachsenen zusätzlich eine sogenannte "Narkosefreigabe" von einem Internisten, sowie ein Blutbild, einen Gerinnungsbefund und bei Personen über 45 Jahren einen Lungenröntgenbefund und ein EKG. Diese Befunde sollten zu Zeitpunkt der Narkose nicht Älter als 4 Wochen sein.

Bei Vorliegen von Allgemeinerkrankungen, Erkrankungen der Atemorgane, Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen sollten entsprechende Zusatzbefunde nach Rücksprache mit den behandelten Ärzten beigefügt werden.

Online-Anmeldung zur Narkosefreigabe unter:  www.fs3.formsite.com/Opera/opfrei/index.htm

bzw. weitere Informationen diesbezüglich unter:  www.internist.at/opfreigabe.htm 

Ordination  Dr. W. Scheibelhofer, 1070 Wien, Schottenfeldgasse 2/15    Mo-Do von 14 - 16h : 523 94 63

 

Angst vor dem Zahnarzt  -  die Narkose ist ein Weg zur Vermeidung

Dargestellt anhand einiger Artikel.

Mund auf - ohne Angst   (Quelle: Fit For Fun Ausgabe 8/00)

Sie gehen ungern zum Zahnarzt? Immerhin: Sie gehen. Wer dagegen unter Behandlungsphobie leidet, meidet oft jahrelang jede Praxis. Wir sagen, wie Sie Ihren kleinen und großen Ängsten den Zahn ziehen.

Stellen Sie sich vor, es bohrt , und Sie merken rein gar nichts. So erging es einer Patientin. Sie suchte ganze 32 Jahre nach einem Weg aus der Angstfalle, stand etliche Male vor einer Praxistür, schweißgebadet and der Hand ihres Mannes, und trat doch nicht ein.
Die Patienten wurde unter Vollnarkose behandelt. Gewissermaßen als letzter Ausweg. Natürlich wäre eine psychologische Betreuung für solche Patienten sinnvoll, aber wenn sie zu uns kommen, sind die Schäden an den Zähnen oft bereits so groß, dass die Behandlung keinen Aufschub duldet. Angeblich hilft die Vollnarkose den meisten Phobiepatienten sogar über ihr Trauma hinweg. Etwa 80 Prozent verlieren die Angst vor weiteren Behandlungen. "Als ich die Nachbehandlung hinter mir hatte, habe ich vor Stolz geweint" meint die Patientin. Das zeigt, unter welchem Druck viele Patienten mit ihrer Angst stehen. 
Damit wir auch morgen noch brav den Mund aufmachen.


Angst vor Zahnarzt manchmal krankhaft   (Quelle: Münchner Merkur Nr. 23 Seite 3 vom 29.1.1998)

Sie kommen schlagartig, verursachen Schweißausbrüche und sind rational nicht zu erfassen. Sie befallen Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten und Berufsgruppen, gestandene Manager genauso wie Sekretärinnen oder Hausfrauen. Die Rede ist von unkontrollierten Panikattacken, die nach Schätzungen der Wissenschaftler rund sechs bis 14 Prozent der Deutschen befallen, wenn sie nur an den Zahnarzt denken. 

Dazu zählen nicht diejenigen Patienten, die ein normales Maß an Scheu oder Angst vor dem Zahnarztbesuch haben, sondern diejenigen, deren extreme Angst so unüberwindbar groß ist, dass sie jeden Besuch beim "Zahnarzt" vermeiden - und das seit Jahrzehnten. Dafür nehmen sie körperliche Schmerzen in Kauf, die - steigen sie ins Unerträgliche - mit Medikamenten oder Alkohol betäubt werden. Fast professionell verändern sie im Laufe der Zeit ihre Mimik, um bei Sprechen oder Lachen ihrem Gegenüber bloß nicht die Zähne zu zeigen. 

Die Deutsche Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie (DGZP) e. V. mit Sitz in Vaterstetten (Lk. Ebersberg) will diesen Menschen, die an der sog. Zahnarztphobie leiden, helfen. Mit Behandlungen bzw. "Sanierungen" unter Vollnarkose will sie den Betroffenen einen schmerzfreien Weg aus Ihrem Trauma ermöglichen - ein Hoffnungsschimmer für die Frauen und Männer, die sich mit ihren Ängsten oft unverstanden fühlen. In Zusammenarbeit mit der Christoph-Dornier-Stiftung in Münster unterstützt die DGZP wissenschaftliche und zahnärztliche Einrichtungen bei der Erforschung und Therapie der Phobie. Das vorrangige Anliegen, das DGZP-Vorsitzender Dr. Michael Leu, selbst Zahnarzt, sieht: Die körperliche und seelische Gesundheit des Phobie-Patienten wiederherstellen. Denn laut Leu vermeiden diese nahezu jede professionelle Hilfe - sei es zahnärztliche oder psychotherapeutische.

Wagen sie sich schließlich nach Jahren doch zum Zahnarzt, bleibe zur schmerzfreien Behandlung der oft "riesigen Schäden" nur die Vollnarkose. Damit ginge bei 80 bis 90 Prozent der Phobiepatienten auch die Angst vor weiteren Behandlungen verloren. Leu: "Wenn die Narkose sachgemäß angewandt wird, ist sie nach heutigen Untersuchungen unbedenklich. Sie hat dasselbe Risiko wie die Lokalanästhesie."

Vor der Behandlung füllen die Phobie-Patienten einen Test aus, mit dem der Grad ihrer Angstzustände eingestuft werden kann. Es sei erstaunlich, mit welch großer Offenheit die Patienten die Fragen beantworten. "Sie entschuldigen sich fast, dass sie Angst haben," so Leu. Die Ursache dafür liegt oft in der Vergangenheit. Entweder der Patient hatte einmal ein schmerzvolles Erlebnis oder schon die Eltern hatten Angst vor dem Zahnarzt.

Die finanzielle Kehrseite der Zahnarzt-Verweigerung ist für die Phobie-Patienten nicht gerade berauschend: Diese Art der Zahnarztbehandlung ist sehr teuer und wird von den Krankenkassen meist nicht übernommen. Doch das Finanzielle dürfe nicht im Vordergrund stehen, meint Leu. Denn: "Letztlich ist jeder für seine Zähne selbst verantwortlich." 


Bohren, Schleifen und Füllen wie im Schlaf   (Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 107 Seite 36)

Gebisssanierung unter Vollnarkose ist die letzte Rettung für Patienten, die sich in keine Praxis trauten

Die 28jährige Verena Berg (Name geändert) ist erfolgreich in ihrem Job, gut geschminkt und schick gekleidet. Während des Gesprächs lacht sie fröhlich und entblößt dabei eine Reihe makelloser Zähne. Noch vor einem Jahr hätte sie allerdings niemand so gesehen: "Ich habe nur noch mit geschlossenem Mund gelächelt und angefangen, mich vor den beruflichen Meetings zu drücken." Niemals wäre sie damals eine engere Freundschaft eingegangen: "Das habe ich mich nicht getraut. Ich dachte immer, umgekehrt möchte ich das auch nicht so gern." "Das" waren braunschwarze, verfaulte Zähne mit Löchern, an manchen Stellen sogar nur noch wackelige Stumpen, und schwindendes Zahnfleisch. Verena Berg hatte nicht nur eine "normale" Angst vor dem Zahnarzt, wie etwa 75 Prozent der Bevölkerung sie haben - Verena Berg litt an einer echten "Zahnarztphobie".

"Es ist, als ob man zur Schlachtbank geführt wird", erzählt eine Leidensgenossin von ihr. Die 54 Jahre alte Frau bekam schon auf dem Weg zum Zahnarzt Schweißausbrüche und Herzrasen. Auf dem Stuhl steigerten sich ihre Panikattacken so, dass sie fast kollabierte. "Ich wurde total hysterisch, und einmal rief ich, wenn Sie jetzt irgendetwas in meinem Mund machen, kotz ich Ihnen die Bude voll." Noch immer kommen der beherrschten Frau die Tränen, wenn sie sich an die entwürdigenden Situationen erinnert: "Dieser absolute Kontrollverlust ist natürlich auch peinlich."

Dabei ist der Zustand gar nicht so selten: Einigen Studien zufolge leiden sechs bis 14 Prozent der
Menschen unter einer Zahnarztphobie, manchmal verbunden mit anderen Angstsymptomen, manchmal auch als Einzelerscheinung. Viele riskieren, mit einem über Jahre hinweg "verschlampten", hässlichen Gebiss ins soziale Abseits zu rutschen. "Der Bedarf an Hilfe ist unverhältnismäßig groß. Aber es gibt für sie nahezu keinen Ansprechpartner", klagt ein Münchner Zahnarzt, der es sich zur Hauptaufgabe gemacht hat, in seiner Praxis dieses Klientel zu betreuen. 200 Angstpatienten kann er im Jahr helfen - mit aufwendigen Vorgesprächen, einer Stunden dauernden Zahnsanierung in Vollnarkose und einer Weiterbehandlung, die oft sogar ohne Betäubung erfolgen kann: "Es ist fast kurios. Nach einer einmaligen Narkose sind viele auf die übliche Weise behandelbar". Auch die allgemeine Gemütslage und die psychosomatische Verfassung der Patienten würden sich nach bestandener "Mutprobe" drastisch verbessern. Den Namen dieses Zahnarztes dürfen wir nicht schreiben; sein Berufsverband würde ihm wegen unerlaubter Werbung Schwierigkeiten machen.

"Dass ich inzwischen zum Zahnarzt gehe, ohne patschnass zu sein und schon im Lift zu zittern, ist ein richtiges Wunder". sagt Verena Berg. Längst ist sie "wieder" zum Scherzen aufgelegt: "Ihrem" Arzt schickte sie jüngst aus Kanada eine Ansichtskarte, die einen Biber zeigt - mit entblößtem makellosem Gebiss, zufrieden an einem Stöckchen kauend.

 

 


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Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir weder telephonisch noch über E-Mail Preisauskünfte geben können, da wir unsere Patienten individuell beraten möchten und daher nur nach eingehender Untersuchung und unter Zuhilfenahme von Röntgenbildern Heilkostenpläne erstellen.


 

 

 

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