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Professionelle Mundhygiene -Was ist das ?
Speziell ausgebildete Mundhygienikerinnen (dental
hygienists) entfernen dabei Ablagerungen die sich unter dem
Zahnfleischniveau befinden, mit Spezialinstrumenten - sogenannten
Scalern und Curetten. Diese Konkremente entstehen meist - infolge
falschem oder zu unexaktem Putzens - aus Zahnbelegen die sich am oder
unter dem Zahnfleischrand ansetzen. Wenn diese dann nicht richtig
entfernt werden und schließlich verkalken, führt dies zu einer
dauernden mechanischen Reizung des Zahnhalteapparates und letztendlich
zu chronischen Entzündungen, Zahnfleischbluten, Rückzug des
Zahnfleisches und des Alveolarknochens - also dem Beginn der
Parodontose.
Der Gedanke ist bestechend einfach: Karies und Parodontitis können nachhaltig verhindert werden. Das ist kein frommer Wunsch, sondern wissenschaftlich untermauerte Realität. Große klinische Untersuchungen der Universitätsklinik Göteborg haben schon vor 20 Jahren gezeigt, dass bei Patienten, die sich einer systematischen Prophylaxe unterziehen, die Kariesanfälligkeit mindestens um den Faktor 10 gesenkt werden kann. Ein hoher Prozentsatz der jungen schwedischen Bevölkerung ist daher heute kariesfrei. Bei hartnäckigen Verfärbungen z.B. durch Rauchen oder Tee wird die Prophylaxeassistentin im Rahmen der professionellen Zahnreinigung durch das Air-Flow Gerät unterstützt.Mit einem Reinigungsstrahl gemischt aus Wasser, Luft und Salzen werden auf einfache und elegante Art die Zahnoberflächen gereinigt. Ein kleiner Nachteil sind höchstens mögliche kurzfristige Reizungen am Zahnfleischrand, wenn dies berührt wurde.
Anders liegt die Situation bei Patienten, die bereits Zahnfleischbluten, Zahnfleischtaschen oder beginnenden Knochenabbau zeigen - also an einer Parodontose leiden. Hier hat die professionelle Mundhygiene bereits reparativen Charakter. Hier sollte die professionelle Mundhygiene mindestens zwei mal pro Jahr erfolgen, da es ja gilt bereits gesetzte Schäden in den Griff zu bekommen und damit ein fortschreiten der Parodontose zu verhindern.
Die anschließende Fluoridierung aller Zähne hat den Sinn den Schmelz stärker zu mineralisieren und damit widerstandsfähiger gegen den Einfluss von Zahnbelegen zu machen, die sich zwischen den Zeitpunkten des Zähneputzens (im Schnitt 12 Stunden) fast bei jedem von uns bilden. Die Applikation von Fluor bewirkt aber auch, dass bereits bestehende Entmineralisationsstellen (weißliche Flecken) wieder remineralisiert werden, d.h. dass dort vermehrt Fluoride und Calcium eingebaut werden und somit die Entstehung von Karies vermieden werden kann.
Ein
Auffrischen der Putztechnik, sowie die Handhabung diverser
Hilfsmittel wie Zahnseide oder Interdentalbürsten vor dem Spiegel
unter fachmännischer Anleitung rundet so eine Behandlung ab und macht - so
glauben wir - verständlich, wie
wichtig es für jeden von uns ist so eine Mundhygienesitzung in regelmäßigen
Abständen durchführen zu lassen.
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